Tablet: Unterschied zwischen den Versionen
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Dazu ein dokumentierter Punkt für den Magneten des Deckelsensors: Ein künftiges Laptop-Gehäuse legt dort einen Magneten hin, und Zuklappen bedeutet Schlafen – nativ, ohne Elektronik. | Dazu ein dokumentierter Punkt für den Magneten des Deckelsensors: Ein künftiges Laptop-Gehäuse legt dort einen Magneten hin, und Zuklappen bedeutet Schlafen – nativ, ohne Elektronik. | ||
Strom braucht so ein Gehäuse gar keine Sonderlösung: Es lädt das Tablet per USB-C über eine der vier Bays. | Für Strom braucht so ein Gehäuse gar keine Sonderlösung: Es lädt das Tablet per USB-C über eine der vier Bays. | ||
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Version vom 27. Juli 2026, 02:31 Uhr
Warum überhaupt
Convertibles wären fast perfekt. Aber das Gewicht macht einen Strich durch die Rechnung. Laptops sind unschlagbar in genau einer Disziplin – aufklappen, loslegen, zuklappen, davonlaufen. In allen anderen Anwendungsfällen ist die Tastatur im Weg.
Bei einem Tablet kann man Bluetooth-Tastatur und Maus (Touchpad, Trackball) hinlegen, wo man will. Das Tablet auf einer Greifarm-Halterung einspannen, damit es auf der idealen Höhe ist. Einen ultrakompakten Tabletständer nutzen, um es hochkant hinzustellen. Oder einfach auf das Tastatur-Case stellen, damit man nicht so weit nach unten schauen muss. Und wenn man nach Hause kommt, kann man es einfach auf seiner am Computertisch fixierten Greifarm-Halterung einspannen, das USB-Kabel von der Dockingstation anstecken, und es wird zum Hauptcomputer, und man nutzt es quasi als zweiten Bildschirm, da der Bildschirm, welcher an der Dockingstation hängt, sich wohl mehr als Hauptbildschirm eignen wird. Und Maus, Tastatur, Drucker, Soundkarte sind so über die Dockingstation gleich mit angeschlossen, und das Tablet wird geladen.
Daraus entstand die Idee: ein Tablet, das denselben Rechner enthält wie ein guter Laptop. Kein Zweitgerät, kein Kompromissrechner. Das einzige Gerät, das man besitzt.
Und weil es reparierbar, aufrüstbar und wirklich Eigentum sein soll, wird es aus Framework-Teilen gebaut. Nicht aus einem geschlachteten Laptop – die sind heilig. Ausschließlich aus regulär bestellbaren Ersatzteilen.
Was es geworden ist
Ein 13,5-Zoll-Tablet im 3:2-Format auf Basis des Framework Laptop 13 Pro. Intel Core Ultra Serie 3, LPCAMM2-Speicher bis 64 GB, NVMe-SSD, Wi-Fi 7, 74-Wh-Akku, das 2880 × 1920er Touchdisplay mit 700 nit und variabler Bildwiederholrate. Rund 1,2 bis 1,4 Kilogramm. Leistungsklasse eines ASUS ROG Flow Z13 – mit dem Unterschied, dass dort alles verlötet und versiegelt ist, während hier jede Komponente ein Ersatzteil und jeder Port eine Wechselkarte bleibt.
Der Aufbau von oben nach unten. Das Mainboard sitzt oben. Damit liegen die vier Expansion-Bays und die 3,5-mm-Klinke an den oberen Seitenkanten – exakt an den nativen Buchsen des Boards, ohne eigene Elektronik im Signalweg. Jede heutige und künftige Framework-Karte passt eins zu eins. Der Lüfter sitzt beim Board, also wird oben ausgeblasen und über den oberen Rückenbereich angesaugt.
Darunter der Akku, an seinen Flanken die beiden Lautsprecher aus Frameworks Speaker-Kit – fest verbaut, original verkabelt, hinter dezenten Seitengittern.
Was fehlt, fehlt mit Absicht. Keine eingebaute Kamera – stattdessen eine USB-A-Buchse an Frameworks internem Webcam-Anschluss. Dort steckt man die Kamera an, die man ohnehin hat, oder den Funkempfänger der Tastatur, ohne eine der vier Bays zu belegen. Kein Lagesensor: Die Bildschirmdrehung schaltet man manuell in der Leiste um, das nervt weniger als eine Automatik, die falsch rät. Kein interner Hub, kein Zusatzcontroller, kein Ständer, keine Klappmechanik.
Der Einschalter ist Frameworks Fingerabdruck-Power-Knopf – ein Ersatzteil, zwei Funktionen.
Das Gehäuse wird CNC-gefräst. Holz ist möglich: Multiplex oder versiegeltes Hartholz, mit eingelassenen Metall- oder Druckteilen überall dort, wo Präzision zählt. Zwei Nebeneffekte fallen dabei ab – Holz ist funktransparent, die Antennen brauchen keine Fenster wie bei Aluminium, und Wärmeleitung ist irrelevant, weil hier der Lüfter arbeitet, nicht das Gehäuse.
Die Tasten
Ein Tablet hat Tasten. Und Frameworks Tastatur ist eine passive Matrix, die der Embedded Controller auf dem Mainboard selbst abtastet – für ihn ist eine Taste nichts weiter als ein Kontakt zwischen zwei Leitungen.
Man braucht also keine Tastatur, um Tasten zu haben. Ein Knopf, der die richtigen zwei Pins verbindet, ist diese Taste.
Angedacht sind derzeit: Lauter, Leiser, Cursortasten, Enter, Super, Virtuelle Arbeitsfläche vor/zurück. Mehrere dieser Tasten sind Akkorde und damit mehrpolige Taster, die zwei oder drei Matrixkreuzungen gleichzeitig schließen.
Verdrahtet wird nach einer einfachen Regel: Windows bestimmt die Schaltung. Die Arbeitsflächen-Tasten senden Win+Strg+Links beziehungsweise Rechts – unter Windows kann man die Tastenkürzel nicht einfach umstellen, unter KDE, GNOME, XFCE, u. a. mit zwei Klicks um-belegbar. Keine mitgelieferte Konfiguration, kein Treiber, praktisch alle Systeme abgedeckt.
Die Zukunft, die schon eingebaut ist
Irgendwann wird jemand ein Laptop-Gehäuse dafür bauen wollen – vielleicht wir selbst. Zwei Anschlüsse des Mainboards liegen im Tablet brach: Tastaturmatrix und Touchpad. Wer sie nicht jetzt nach unten führt, führt sie nie. Also gibt es unten am Rücken ein Kontaktfeld: rund vierzig flache, versenkte Goldflächen im Zweimillimeterraster, dahinter nichts als ESD-Schutzdioden. Im Alltag deckt eine bündige Blende sie ab. Die Aufteilung ist bewusst asymmetrisch – das Tablet trägt nur die unsterbliche Hälfte, die federnden Kontaktstifte wohnen im Zubehör und sind dort eine tauschbare Katalogware. Hochwertige Federkontakte halten sechsstellige Steckzyklen aus; das Gerät trägt für immer die richtige Schnittstelle, das Zubehör trägt den Verschleiß.
Dazu ein dokumentierter Punkt für den Magneten des Deckelsensors: Ein künftiges Laptop-Gehäuse legt dort einen Magneten hin, und Zuklappen bedeutet Schlafen – nativ, ohne Elektronik.
Für Strom braucht so ein Gehäuse gar keine Sonderlösung: Es lädt das Tablet per USB-C über eine der vier Bays.
Zielsysteme
openSUSE Tumbleweed mit KDE Plasma (im Rahmen des Schwesterprojekts Y), Ubuntu und Windows als von Framework vorinstallierte Systeme.
Quellen
Technische Daten des Framework Laptop 13 Pro nach Frameworks Produktseite. Framework-YouTube-Kanal, Tastaturmatrix und Belegung der F-Reihe nach der Community-Dokumentation auf howett.net. Anschlussbelegungen von Akku, Display, Touchpad, Webcam und Fingerabdruckleser sowie das CAD des Geräts nach Frameworks offenem GitHub-Repository.
Erstellt mit Claude Fable 5 und Opus 5.